Eine der Weisheiten des Paracelsus:
Dem Menschen ist die Fähigkeit für alle Handwerke und alle Künste eingeboren, doch sind sie noch nicht alle an den Tag gebracht (...)
Sondern die in ihm offenbar werden sollen, müssen erst in ihm erweckt werden. Was man von den Menschen lernen kann, das ist kein eigentliches Lernen, denn alles liegt schon in dem Kinde vorgebildet; man muss es nur in ihm erwecken und aufrufen (...) Das Kind ist noch ein vieldeutiges Wesen, und je nachdem, was du in ihm erweckst, wird es in seine Form gebracht. Erweckst du seine Fähigkeit zum Schustern, so wird es ein Schuster, rufst du den Steinmetz in ihm wach, dann wird es zum Steinmetz, und rufst du den Gelehrten auf, dann wird es ein Gelehrter werden. Und das mag so geschehen, weil alle Möglichkeiten in ihm liegen; was du in ihm erweckst, das geht aus ihm hervor, das übrige bleibt unerweckt in Schlaf versunken.
An unseren Verletzungen sehen wir, warum es so wenige Künstler, Friedensforscher und wirklich Liebende gibt. Da liegt noch viel Arbeit vor der Menschheit, in der Verantwortung aller Erziehenden!
Im Übrigen glaube ich: Unser innerer Erwachsener kann auch in unserem Alter viel in uns leisten. Er kann liebevoll mit seinen inneren Kindern umgehen; so lernen sie vielleicht nicht mehr Klavier zu spielen, aber die Liebe zuzulassen, vielleicht nicht mehr Segelfliegen, aber der Liebe zu vertrauen wie ein Drachengleiter der Luft und den Wolken vertraut ...
Dass Erwachsene sich nicht mehr verändern können ist ein Gerücht, das die verbissenen inneren Erwachsenen streuen, um ihre Existenz und ihre Lernunwilligkeit zu rechtfertigen ... !
In diesem Blog veröffentliche ich Buchauszüge, Gedichte und eigene Gedanken zum Thema des inneren Kindes und des Kindseins überhaupt.
Eigentlich haben wir viele innere Kinder in uns: solche voller Energie, aber auch verletzte und sterbende Kinder, die wieder zu wirklichem Leben erweckt sein wollen ...
Ohne lebendige innere Kinder sind Erwachsene ohne wirkliche Individualität und oft nicht fähig zu spielen und kreativ zu sein ... Wie also die Kinder in uns wahrnehmen, wie mit ihnen umgehen?
Sonntag, 5. Juni 2011
Montag, 4. April 2011
Was den Steppenwolf betrifft: Es war gelungen, ihn sich selbst hassen zu lehren ...
Immer wieder finden wir ja in der Literatur Hinweise zu tiefsten Verletzungen, die Kinder erlitten haben.
Auch in Hermann Hesses Steppenwolf gibt es eine solche Stelle, gleich zu Beginn, nicht sehr ausführlich, eher holzschnittartig, aber aufschlussreich; jedenfalls gibt sie zu denken.
Der Roman beginnt ja mit einem Vorwort des Herausgebers. Es ist der Sohn der Vermieterin von Harry Haller, dem Steppenwolf, dessen Initialien nicht ganz zufällig beginnen wie die Hermann Hesses.
Wir wissen auch, dass Hesse in jener Zeit, als er um seine zweite Ehe zu Ruth Wenger kämpfte, eine Mansardenwohnung in Zürich mietete, jenen Wohnung, die auch im Roman gleich zu Beginn eine Rolle spielt, eben dadurch, dass der Sohn der Vermieterin von Harry Haller alias Hermann Hesse der Aufzeichnungen des Steppenwolfes habhaft wird und ihnen ein Vorwort vorausstellt. Dort nun heißt es:
Nur wenn beides vorhanden ist, ist die Liebe heil und heilt.
Auch in Hermann Hesses Steppenwolf gibt es eine solche Stelle, gleich zu Beginn, nicht sehr ausführlich, eher holzschnittartig, aber aufschlussreich; jedenfalls gibt sie zu denken.
Der Roman beginnt ja mit einem Vorwort des Herausgebers. Es ist der Sohn der Vermieterin von Harry Haller, dem Steppenwolf, dessen Initialien nicht ganz zufällig beginnen wie die Hermann Hesses.
Wir wissen auch, dass Hesse in jener Zeit, als er um seine zweite Ehe zu Ruth Wenger kämpfte, eine Mansardenwohnung in Zürich mietete, jenen Wohnung, die auch im Roman gleich zu Beginn eine Rolle spielt, eben dadurch, dass der Sohn der Vermieterin von Harry Haller alias Hermann Hesse der Aufzeichnungen des Steppenwolfes habhaft wird und ihnen ein Vorwort vorausstellt. Dort nun heißt es:
Hier muss ich eine psychologische Anmerkung einfügen. Obgleich ich über das Leben des Steppenwolfes sehr wenig weiß, habe ich doch allen Grund zu vermuten, dass er von liebevollen, aber strengen und sehr frommen Eltern und Lehrern in jenem Sinne erzogen wurde, der das "Brechen des Willens" zur Grundlage der Erziehung macht. Dieses Vernichten der Persönlichkeit und Brechen des Willens nun war bei diesem Schüler nicht gelungen, dazu war er viel zu stark und hart, viel zu stolz und geistig. Statt seine Persönlichkeit zu vernichten war es nur gelungen, ihn sich selbst hassen zu lehren. Gegen sich selber, gegen dieses unschuldige und edle Objekt richtete er nun zeitlebens die ganze Genialität seiner Phantasie, die ganze Stärke seines Denkvermögens. Denn darin war er, trotz allem, durch und durch Christ und durch und durch Märtyrer, dass er jede Schärfe, jede Kritik, jede Bosheit, jeden Hass, dessen er fähig war, vor allem und zuerst auf sich selbst losließt. Was die anderen, was die Umwelt betraf, so machte er beständig die heldenhaftesten und ernstesten Versuche, sie zu lieben, ihnen gerecht zu werden, ihnen nicht weh zu tun, denn das "Liebe deinen Nächsten" war ihm ebenso tief eingebläut wie das Hassen seiner selbst, und so war sein ganzes Leben ein Beispiel dafür, dass ohne Liebe zu sich selbst auch die Nächstenliebe unmöglich ist, dass der Selbsthass genau dasselbe ist und am Ende genau dieselbe grausige Isoliertheit und Verzweiflung erzeugt wie der grelle Egoismus.Es zeichnet wohl die großen Liebenden dieser Erde aus, Jesus, Buddha, Mutter Teresa, Gandhi, Franz von Asissi, dass sie, ohne groß darüber zu sprechen, eine Liebe zu sich selbst in sich trugen und lebten, und diese Liebe auch nach außen lebten.
Nur wenn beides vorhanden ist, ist die Liebe heil und heilt.
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Mittwoch, 16. Februar 2011
Momo: Medizin pur für unser inneres Kind
Der innere Reichtum, den Michael Ende gehabt haben muss, ist für mich mit dem eines Goethe vergleichbar. Ich möchte sagen, Momo hat sehr viel mit seinem eigenen inneren Kind zu tun. So viel Intuition, wie sie Michael Ende hat, so viel Phantasie, die dennoch geerdet ist: das verweist auf die Eigenschaften Momos, die auch ganz im Leben steht – und zugleich heilt, zum Beispiel durch Zuhören, durch ihr inneren versöhnendes Sein, wenn Streithähne allein durch ihre Anwesenheit zur Ruhe kommen wie zu Anfang der Wirt und der Maurer.
Wie Meister Hora ist Momo im Grunde eine mythologische Figur; sie verweist sie auf Höheres:
Das göttliche innere Kind ist das Kind in der Krippe: es ist der Archetypus des inneren Kindes.
Momo ist sein Nachfahre. Dieses Mädchen spricht in allen Erwachsenen ihr inneres Kind an, man muss allein die Geschichten in dem Buch lesen, die erzählt werden, das Märchen vom Zauberspiegel oder die Geschichte vom Wandernden Taifun und wie Momosan und Kapitän Gordon samt Steuermann Melú ihm beikommen und wofür dieser wandernde Taifun steht (Erster Teil, Kapitel 3). Wie Momosan diesen besiegt, mit Hilfe der Musik, das findet sich in dieser Weise nur bei Goethe in seiner Novelle und in der Gestalt des Orpheus wieder; auch darüber möchte ich schreiben ... über die Macht der Musik, die Macht der Musik aus Kindermund ...
Spätestens in den Osterferien möchte ich hier und in Methusalem (hier und hier) einiges dazu schreiben.
Bis dahin muss ich meine geschätzten Leser vertrösten ... aber wer Momo noch nicht gelesen hat ... unbedingt lesen! Und jede Geschichte beachten, die Fähigkeiten Momos beachten ... sie finden sich schon ganz am Anfang des Buches benannt ... all das ist Medizin pur für unser inneres Kind ...
PS: Für alle Kollegen: Die Geschichte vom wandernden Taifun (Erster Teil, Kapitel 3) lässt sich bestens bis in Klasse 6 spielen; Gruppen von ca. 7 - 9 Schülern sind notwendig; diese Größe ist nicht ganz einfach (man muss vorab schon besprechen, dass sich Einzelne auch bei dieser Gruppengröße zurücknehmen müssen und einen Verantwortlichen bestimmen, der sich durchsetzen kann - manche Gruppen bekommen das allerdings auch in purer Zusammenarbeit hin) und man braucht für jede Gruppe einen Klassenraum zum Proben, da aus Stühlen das Schiff nachgebaut werden muss etc. Jedenfalls: eine tolle Spiel-Vorlage, vor allem, wenn Momosan ihr Lied singt und alle anfangen mitzutanzen ... der Renner :-)), auch, wenn dann der wandernde Taifun in sich zusammensackt, ggf. dabei spricht (zu seiner Darstellung gibt man ihm am besten diverse Kleiderstücke in die Hand, die er mit herumwirbelt - Tanz nur auf Doppeltischen ... zwischen den Tischen kann der Wirbelsturm dann versinken :-))
Zeitbedarf für die Gruppenphase: ca. 45 Minuten.
Zum Vorspielen muss eine große Spielfläche im Klassenraum vorhanden sein ...
Wie Meister Hora ist Momo im Grunde eine mythologische Figur; sie verweist sie auf Höheres:
Das göttliche innere Kind ist das Kind in der Krippe: es ist der Archetypus des inneren Kindes.
Momo ist sein Nachfahre. Dieses Mädchen spricht in allen Erwachsenen ihr inneres Kind an, man muss allein die Geschichten in dem Buch lesen, die erzählt werden, das Märchen vom Zauberspiegel oder die Geschichte vom Wandernden Taifun und wie Momosan und Kapitän Gordon samt Steuermann Melú ihm beikommen und wofür dieser wandernde Taifun steht (Erster Teil, Kapitel 3). Wie Momosan diesen besiegt, mit Hilfe der Musik, das findet sich in dieser Weise nur bei Goethe in seiner Novelle und in der Gestalt des Orpheus wieder; auch darüber möchte ich schreiben ... über die Macht der Musik, die Macht der Musik aus Kindermund ...
Spätestens in den Osterferien möchte ich hier und in Methusalem (hier und hier) einiges dazu schreiben.
Bis dahin muss ich meine geschätzten Leser vertrösten ... aber wer Momo noch nicht gelesen hat ... unbedingt lesen! Und jede Geschichte beachten, die Fähigkeiten Momos beachten ... sie finden sich schon ganz am Anfang des Buches benannt ... all das ist Medizin pur für unser inneres Kind ...
Bereits vorhandene Posts zu Momo:
Lebenszeit ist Herz-Zeit
Beppo Straßenkehrer oder Wie man mit Freude lernt
Michael Endes Gespür für den inneren Vater
Beppo Straßenkehrer oder Wie man mit Freude lernt
Michael Endes Gespür für den inneren Vater
PS: Für alle Kollegen: Die Geschichte vom wandernden Taifun (Erster Teil, Kapitel 3) lässt sich bestens bis in Klasse 6 spielen; Gruppen von ca. 7 - 9 Schülern sind notwendig; diese Größe ist nicht ganz einfach (man muss vorab schon besprechen, dass sich Einzelne auch bei dieser Gruppengröße zurücknehmen müssen und einen Verantwortlichen bestimmen, der sich durchsetzen kann - manche Gruppen bekommen das allerdings auch in purer Zusammenarbeit hin) und man braucht für jede Gruppe einen Klassenraum zum Proben, da aus Stühlen das Schiff nachgebaut werden muss etc. Jedenfalls: eine tolle Spiel-Vorlage, vor allem, wenn Momosan ihr Lied singt und alle anfangen mitzutanzen ... der Renner :-)), auch, wenn dann der wandernde Taifun in sich zusammensackt, ggf. dabei spricht (zu seiner Darstellung gibt man ihm am besten diverse Kleiderstücke in die Hand, die er mit herumwirbelt - Tanz nur auf Doppeltischen ... zwischen den Tischen kann der Wirbelsturm dann versinken :-))
Zeitbedarf für die Gruppenphase: ca. 45 Minuten.
Zum Vorspielen muss eine große Spielfläche im Klassenraum vorhanden sein ...
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Samstag, 15. Januar 2011
Kind, alles, was WIR, Deine Eltern wollen, geht Dir leicht von der Hand – was DU willst, geht schwer ... vergiss das nie ... WIR meinen es nur gut mit dir!
Heute morgen, kurz nach dem Anschalten, höre ich im Radio ein Lied von Mary Roos, dessen erste Strophe lautet:
Leben heißt die wilde Reise
jeder geht, wie er es will;
mancher heimlich still und leise,
mancher mutig, wild und schrill.
So ansprechend lebensnah und ehrlich dieser Text auf den ersten Blick klingen mag, so wenig trifft er, glaube ich, auf die meisten Menschen zu.
Jeder geht, wie er es will.
Haben wir wirklich die Wahl?
Gehen wir davon aus, der Wille des Menschen wird von seiner Seele gesteuert, die nur sein Bestes will.
Warum dann, fragt man sich, gehen Menschen wie Hänsel und Gretel in den Wald und - so scheint es doch - zielsicher auf das Haus der Hexe zu?
Warum versucht die Königin im Schneewittchen-Märchen Schneewittchen umzubringen, die eine Gestalt ihres äußeren Lebens sein kann, in der Regel aber jenen Teil in ihr verkörpert, der ihre reine Seele ist, im Märchen von Frau Holle heißt sie Gold-Marie. Warum versucht die Königin diesen wertvollen Teil in sich zu zerstören?
Doch in der Regel nicht in vollem Bewusstsein.
Warum also laufen viele Menschen fast zielsicher in eine Krankheit hinein, in einen Unfall, der immer nur scheinbar überraschend kommt, in ein Beziehungsdrama und in berufliche Schwierigkeiten?
Des Rätsels Lösung ist, dass Menschen keinesfalls so frei sind, wie sie sich dünken, dass sie bestimmt und beeinflusst werden von inneren Programmen, die sie zum Teil nicht einmal kennen oder über die sie keine Gewalt haben.
Und diese Programme sind so stark, dass selbst Petrus angesichts des Meisters der Wasser, also des Meisters der Seele, Jesus, im See Genezareth untergeht.
Ein Programm, dass ich kürzlich bei mir mit Hilfe meiner besten Freundin HeideMarie R. Ehrke enttarnen durfte, kann sein, dass Eltern einem soufflieren:
Kind, was WIR Dir zu tun sagen, geht Dir leicht von der Hand.
Auf der anderen Seite aber suggerieren sie: Alles, was das Kind selbst möchte, ist gar nicht einfach, ja oft schwer: Bedenke gut, Kind, was DU tust ... tu lieber, was WIR Dir sagen. Das, was DU da möchtest, ist gar nicht gut für Dich, das wird schwer gehen, wird schwierig.
Die Folge: Dieses Programm wirkt sich auf alles aus, was ich fortan im Leben tue. Alles, was ICH will, geht schwer. Wenn ich dieses Programm nicht enttarnen kann: bis an mein Lebensende.
Letztendlich führt es dazu, dass ich tue, was mir schwer fällt ...
Kein Wunder zieht dieses Programm Krankheiten an, zieht Menschen zu mir, denen es genauso geht ...
Frei bin ich dann, weiß Gott, nicht.
Ohne himmlische Hilfe hätte ich das wohl nie erreicht.
Deshalb bin ich HeideMarie R. Ehrke sehr dankbar und bin froh, wenn sie bald ihre Erfahrungen und ihr Wissen auf Sky-Voice für viele Menschen veröffentlicht.
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Mittwoch, 29. Dezember 2010
Wenn sich Hände schneeleise auf Deine Augen legen: Michael Endes Gespür für den inneren Vater.
Wer den Beginn der Geschichte um Momo kennt, weiß, dass sie eines Tages in der Ruine des Amphitheaters vor der Stadt auftaucht. Die Leute erfahren von ihr und kommen und fragen sie aus, fragen auch nach ihren Eltern, ernten aber nur ein Schulterzucken und als sie fragen, wer ihr denn ihren Namen gegeben habe, antwortet Momo: Ich.
In den Mythen sind Helden oft Waisen oder zumindest Halbwaisen. Auch in den Märchen ist es ja oft so, dass der Vater krank wird, die Mutter stirbt ... auf einmal ist der Held allein.
So allein ist auch Momo.
Viele Menschen haben Vater und Mutter, in Wirklichkeit sind sie aber doch allein.
Das ist schlimm, schlimmer als Waise zu sein. Denn keinen Vater und Mutter zu haben, wenn man glaubt, man habe welche, kann ein Leben lang undurchschaubar sein. Zwei Hohlräume, die man für Vater und Mutter hält.
Jeder Mensch muss überprüfen, ob er Vater und Mutter hat.
Wenn sie fehlen, fehlt etwas in uns, was uns erwachsen werden lässt.
Wenn sie fehlen, ist die Linie zu den Ahnen gestört. Und wie wichtig diese Linien sind, wissen wir spätestens seit Hellinger und seinen Familienaufstellungen. Wer im Rücken seine Ahnen hat, ist stark, wer sie nicht hat, läuft Gefahr, auf den Rücken zu fallen. Es macht einen tiefen Sinn, dass im Alten Testament immer wieder die Reihe der Ahnen aufgelistet werden. Früher hielt ich das für Papierverschwendung. Heute weiß ich, dass jeder Ahne eine Bedeutung hat. Es geht nicht darum, dass wir ihn in einem vordergründigen Sinn kennen, es geht darum, dass er eine Sprosse auf jener Leiter ist, auf der wir uns zum Himmel strecken.
Zudem ist die Gefahr riesig, dass eine Frau sich einen Mann sucht, der Vater für sie sein soll, und genauso besteht die Gefahr, dass ein Mann sich eine Frau sucht, die Mutter sein soll.
Nicht, dass diese Ehen unglücklich sein müssen, aber wirkliches Glück ist nur in einer symmetrischen Beziehung zu finden, nicht in einer zwischen Kind und Elternteil.
Momo findet in Meister Hora einen Vater:
Sie stürzte auf ihn zu, er nahm sie auf den Arm und sie verbarg ihr Gesicht an seiner Brust. Wieder legten sich seine Hände schneeleise auf ihre Augen und es wurde dunkel und still und sie fühlte sich geborgen.
Dieses Gefühl der Geborgenheit und bedingungslosen Liebe, das braucht jeder Mensch. Auch der verlorene Sohn im biblischen Gleichnis hat es bei seiner Rückkehr erlebt, dieses bedingungslose Auf- und Angenommensein.
Wer dieses Gefühl nicht kennt, muss es nacharbeiten. Ich glaube, man kann das. Sonst fällt ein Mann immer wieder auf Vaterfiguren herein und fährt auf sie ab, ohne es zu merken. Und auch eine Frau sucht primär den Vater im Mann und nicht den ebenbürtigen Partner.
Sorgfältig bei einer möglichen Nacharbeit müssen wir unterscheiden, ob wir nur Ersatzfiguren gesucht und gefunden haben oder ein wirkliches Vorbild, das uns sagen lässt: Diese Energie erfüllt meine Seele.
Ansonsten bleibt ewig eine Sehnsucht.
Eben eine Sucht.
Ansonsten bleibt ewig eine Sehnsucht.
Eben eine Sucht.
Sonst finden wir kein Vaterhaus.
Kein Mutterhaus.
Und können auch unseren Kindern keines geben.
Auch unseren inneren Kindern nicht.
Mehr zu Michael Endes Momo: hier
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Freitag, 17. Dezember 2010
Narzissten und ihre innere Leere - es ist auch die Leere des inneren Erwachsenen und seiner inneren Kinder ....
In der Welt der Erwachsenen, gerade auch der Erwachsenen, die mit Erziehung zu tun haben, gibt es genug, die ausgesprochene Narzissten sind, das heißt, die alles, was sie tun, auf ein Ziel ausrichten: selbst Pfau zu sein.
Wie toll ist doch das Kind der ach so lieben Mutter, wie toll kann es Ballett tanzen, wie toll Klavier spielen, wie gut kann es ein Gedicht aufsagen und wie freundlich kann es säuseln.
Die Mutter ist ganz glücklich und freut sich über ihr Kind; sie tut ja auch alles für ihre Tochter, ihren Sohn.
Manchmal sieht es so in der Öffentlichkeit aus; zu Hause ist sie womöglich nicht mehr die liebe Mama, sondern kann recht barsch sein. Dann kann man schon mal eine verzweifelte Tochter erleben, die giftet, anstatt zu säuseln.
Oder, die andere Variante: Wehe, Sohn oder Tochter machen nicht das, was sie sich vorstellt, kein Ballett mehr, auf das sie so stolz war, kein Klavier mehr, das so begabt durchs Haus klang.
Dann auf einmal ist die Tochter nicht mehr die liebe; dann auf einmal kann es sein, dass sie sich Vorwürfe anhören muss, weil sie nicht tut, was die Mutter wollte, die doch nur ihr Bestes will. Aber das Beste ist immer das, was die Mama will, nicht die Tochter. Und es ist immer das, was letztendlich die Mutter in den Vordergrund schiebt, auszeichnet.
Oder der Lehrer: Was hat er nicht für eine tolle Klasse. Natürlich liegt es an ihm. Aber wehe, sie ist nicht toll, dann distanziert er sich so schnell von den Kindern, schneller geht´s nicht, dann sind sie unfähig und faul, gehören nicht aufs Gymnasium oder oder oder ...
Klar, das ist alles ein bisschen pauschalisiert und überzeichnet. Aber wahr ist: Es gibt Erwachsene, die wollen sich großtun in ihrem Kind, wollen in den Kindern ihr eigenes Verletztsein kaschieren. Indem die Kinder die eigene Eitelkeit stützen, muss man nicht wahrnehmen, dass es da keine innere Größe gibt, sondern eine innere Leere. Deshalb dürfen auch der liebe Sohn oder die liebe Tochter nicht aus dem Haus oder werden mit allen Mitteln daran gebunden ... ohne sie könnte man die eigene innere Leere wahrnehmen müssen ...
Solche Erziehenden sind ja keine schlechten Menschen, ja manchmal können sie sogar Kinder richtiggehend begeistern. Aber diese verstehen, wenn es mal nicht so läuft, wie sie selbst es geplant haben, können sie die Kinder in Wahrheit nicht. Dazu müssten sie sich erst selbst verstehen, ihre Schwächen, die vielen kleinen Geschwüre unter den Pfauenfedern akzeptieren oder das eine große: sich nicht lieben zu können.
Auch die eigenen inneren Kinder kann man missbrauchen. Wie kann mancher Erwachsene doch aufdrehen, herumalbern, seine inneren Kinder juchzen lassen. Die ganze Gesellschaft und ihre inneren Kinder kommen mit ihm auf Touren. Meine Güte ist er ein Gesellschafter, was haben er oder sie für Ideen, wie einfallsreich, nie wird es langweilig ...
Doch wenn er allein ist, dann vergraben sich seine inneren Kinder in den Schutthalden seiner Depression, dann bekommen sie nichts zu essen, bekommen keine Liebe.
Nie sind sie in Wahrheit geliebt worden.
Nie, so wie er oder sie als Kind auch nicht.
Darüber kann auch nicht hinwegtäuschen, dass sie vor anderen unglaublich aufgedreht sind, einfallsreich, lustig, bestens gelaunt, ja, auch mit großen Augen zuhörend, einfach wie ein Paradekind, wie Paradekinder nun einmal sind ...
Vor ihm oder ihr können die eigenen inneren Kinder jedoch kein Theater spielen. Fehlt das Publikum, dann lohnt keine Show. Dann ist man auf sich verwiesen. Dann ist auf einmal große Tristesse.
Dann ist auf einmal die Großartigkeit wie weggeblasen ... das Verliebtsein in die eigene Show, in die eigenen Seifenblasen.
Wenn solche Zustände länger dauern, wenn sie ernsthaft wahrgenommen werden, wenn der Erwachsene akzeptiert, dass etwas ganz Entscheidendes nicht stimmt:
Dann kann es sein, dass solche Erwachsenen die Bettdecke nehmen und sie knautschen sie so zusammen, dass sie Gestalt annimmt, und sie weinen in diese Decke.
Oder sie nehmen einen Teddy, den sie noch von früher haben, und sie geben ihm mit ihren Tränen die Liebe, die sie nie bekommen haben. Oder sie weinen still vor sich hin ...
Hinter und in all diesen Narzissten steht und findet sich eine große Leere, ein tiefer Schmerz, den ihre Kinder vertuschen sollen ...
... arme Erwachsene ...
... arme Kinder ...
Da hilft nur eines, wenn man Änderung möchte: sich nicht auf der Wasseroberfläche bespiegeln, sondern hinabtauchen in die Wasser der Seele.
Gut, wenn man da jemand die Hand geben kann ...
... gut, wenn man sich nicht scheut, Hilfe anzunehmen ...
... gut, wenn die eigenen inneren Kindern aus den Schutthalden hervorkommen und weinen und traurig und schmutzig sein dürfen ...
Gut, wenn sie irgendwann gebadet werden ...
Wie toll ist doch das Kind der ach so lieben Mutter, wie toll kann es Ballett tanzen, wie toll Klavier spielen, wie gut kann es ein Gedicht aufsagen und wie freundlich kann es säuseln.
Die Mutter ist ganz glücklich und freut sich über ihr Kind; sie tut ja auch alles für ihre Tochter, ihren Sohn.
Manchmal sieht es so in der Öffentlichkeit aus; zu Hause ist sie womöglich nicht mehr die liebe Mama, sondern kann recht barsch sein. Dann kann man schon mal eine verzweifelte Tochter erleben, die giftet, anstatt zu säuseln.
Oder, die andere Variante: Wehe, Sohn oder Tochter machen nicht das, was sie sich vorstellt, kein Ballett mehr, auf das sie so stolz war, kein Klavier mehr, das so begabt durchs Haus klang.
Dann auf einmal ist die Tochter nicht mehr die liebe; dann auf einmal kann es sein, dass sie sich Vorwürfe anhören muss, weil sie nicht tut, was die Mutter wollte, die doch nur ihr Bestes will. Aber das Beste ist immer das, was die Mama will, nicht die Tochter. Und es ist immer das, was letztendlich die Mutter in den Vordergrund schiebt, auszeichnet.
Oder der Lehrer: Was hat er nicht für eine tolle Klasse. Natürlich liegt es an ihm. Aber wehe, sie ist nicht toll, dann distanziert er sich so schnell von den Kindern, schneller geht´s nicht, dann sind sie unfähig und faul, gehören nicht aufs Gymnasium oder oder oder ...
Klar, das ist alles ein bisschen pauschalisiert und überzeichnet. Aber wahr ist: Es gibt Erwachsene, die wollen sich großtun in ihrem Kind, wollen in den Kindern ihr eigenes Verletztsein kaschieren. Indem die Kinder die eigene Eitelkeit stützen, muss man nicht wahrnehmen, dass es da keine innere Größe gibt, sondern eine innere Leere. Deshalb dürfen auch der liebe Sohn oder die liebe Tochter nicht aus dem Haus oder werden mit allen Mitteln daran gebunden ... ohne sie könnte man die eigene innere Leere wahrnehmen müssen ...
Solche Erziehenden sind ja keine schlechten Menschen, ja manchmal können sie sogar Kinder richtiggehend begeistern. Aber diese verstehen, wenn es mal nicht so läuft, wie sie selbst es geplant haben, können sie die Kinder in Wahrheit nicht. Dazu müssten sie sich erst selbst verstehen, ihre Schwächen, die vielen kleinen Geschwüre unter den Pfauenfedern akzeptieren oder das eine große: sich nicht lieben zu können.
Auch die eigenen inneren Kinder kann man missbrauchen. Wie kann mancher Erwachsene doch aufdrehen, herumalbern, seine inneren Kinder juchzen lassen. Die ganze Gesellschaft und ihre inneren Kinder kommen mit ihm auf Touren. Meine Güte ist er ein Gesellschafter, was haben er oder sie für Ideen, wie einfallsreich, nie wird es langweilig ...
Doch wenn er allein ist, dann vergraben sich seine inneren Kinder in den Schutthalden seiner Depression, dann bekommen sie nichts zu essen, bekommen keine Liebe.
Nie sind sie in Wahrheit geliebt worden.
Nie, so wie er oder sie als Kind auch nicht.
Darüber kann auch nicht hinwegtäuschen, dass sie vor anderen unglaublich aufgedreht sind, einfallsreich, lustig, bestens gelaunt, ja, auch mit großen Augen zuhörend, einfach wie ein Paradekind, wie Paradekinder nun einmal sind ...
Vor ihm oder ihr können die eigenen inneren Kinder jedoch kein Theater spielen. Fehlt das Publikum, dann lohnt keine Show. Dann ist man auf sich verwiesen. Dann ist auf einmal große Tristesse.
Dann ist auf einmal die Großartigkeit wie weggeblasen ... das Verliebtsein in die eigene Show, in die eigenen Seifenblasen.
Wenn solche Zustände länger dauern, wenn sie ernsthaft wahrgenommen werden, wenn der Erwachsene akzeptiert, dass etwas ganz Entscheidendes nicht stimmt:
Dann kann es sein, dass solche Erwachsenen die Bettdecke nehmen und sie knautschen sie so zusammen, dass sie Gestalt annimmt, und sie weinen in diese Decke.
Oder sie nehmen einen Teddy, den sie noch von früher haben, und sie geben ihm mit ihren Tränen die Liebe, die sie nie bekommen haben. Oder sie weinen still vor sich hin ...
Hinter und in all diesen Narzissten steht und findet sich eine große Leere, ein tiefer Schmerz, den ihre Kinder vertuschen sollen ...
... arme Erwachsene ...
... arme Kinder ...
Da hilft nur eines, wenn man Änderung möchte: sich nicht auf der Wasseroberfläche bespiegeln, sondern hinabtauchen in die Wasser der Seele.
Gut, wenn man da jemand die Hand geben kann ...
... gut, wenn man sich nicht scheut, Hilfe anzunehmen ...
... gut, wenn die eigenen inneren Kindern aus den Schutthalden hervorkommen und weinen und traurig und schmutzig sein dürfen ...
Gut, wenn sie irgendwann gebadet werden ...
Freitag, 5. November 2010
Fatal für das innere Kind: "Im Übermaß verliert die Liebe all ihre Kraft!" – Wie sich eine weise Mutter, auch eine weise innere Mutter verhält.
Schön, dass man in den Ferien neben all dem Korrigieren ab und an mal in ein Buch gucken kann und in diesen Herbstferien sind es zwei, in die ich morgens nach dem Frühstück eine halbe Stunde bis Stunde reingucke. Eines davon ist White Eagels "Die Göttliche Mutter".
Da las ich heute Morgen eine klasse Stelle, die mir bestätigt, dass das Verhältnis der Kinder zu Vater und Mutter, zu Erwachsenen also, dem Verhältnis unseres inneren Kindes zu uns als Erwachsenem entspricht.
Im Grunde können wir z.B. die Fehler, die Michael Winterhoff hier anspricht, genau auch auf unser Verhältnis zu unserem inneren Kind umlegen. Es ist falsch, immer als Erwachsener sein Kumpel sein zu wollen oder als Erwachsener sich mit ihm zu identifizieren. Wir würden nicht mehr merken, wenn es uns an der Nase herumführt, wir würden Stimmungen nicht mehr als Stimmungen des inneren Kindes identifizieren können, wir würden unsere Identität als Erwachsener verlieren:
Es gibt genug Erwachsene, die fest in der Hand ihres launischen inneren Kindes sind.
Oft sind es Menschen, bei denen wir nie wissen, wann sie mal launisch sind und wann nicht, es sind Erwachsene, bei denen man dankbar ist, wenn sie normal sind und nicht launisch.
Mit solchen Menschen zusammenleben zu müssen, ist schrecklich, weil man nie weiß, was gerade in ihnen vorgeht und man vollkommen von ihren Launen abhängig ist. Meist sind es Menschen, die mit traumatischen Kindheitserlebnissen nicht klar kommen und fest in deren Hand sind.
White Eagle schreibt:
Lasst uns die Liebe analysieren ... wenn wir das können. Wenn man Sentimentalität mit Liebe verwechselt, erschafft man ein Problem, denn Sentimentalität hat ihren Platz, und es ist nicht leicht, sie von Liebe zu trennen. Aber wie es mit allen Tugenden der Fall ist, im Übermaß verliert die Liebe all ihre Kraft. Sie wird zum Hindernis, und es kann geschehen, dass sie den Menschen auf einen falschen Weg lenkt: Er bedeckt seine eigenen Schwächen und Fehler mit dem Mantel der Liebe und für die wirklichen Bedürfnisse seines Bruders oder seiner Schwester - ich ergänze: für die seines inneren Kindes - wird er blind.
So weit das Zitat und zum Abschluss der Hinweis, dass wir bald wieder in die Jahreszeit der Ankunft des Göttlichen Kindes eintreten, in der die Energie zur Heilung unseres inneren Kindes besonders hoch ist.
Da las ich heute Morgen eine klasse Stelle, die mir bestätigt, dass das Verhältnis der Kinder zu Vater und Mutter, zu Erwachsenen also, dem Verhältnis unseres inneren Kindes zu uns als Erwachsenem entspricht.
Im Grunde können wir z.B. die Fehler, die Michael Winterhoff hier anspricht, genau auch auf unser Verhältnis zu unserem inneren Kind umlegen. Es ist falsch, immer als Erwachsener sein Kumpel sein zu wollen oder als Erwachsener sich mit ihm zu identifizieren. Wir würden nicht mehr merken, wenn es uns an der Nase herumführt, wir würden Stimmungen nicht mehr als Stimmungen des inneren Kindes identifizieren können, wir würden unsere Identität als Erwachsener verlieren:
Es gibt genug Erwachsene, die fest in der Hand ihres launischen inneren Kindes sind.
Oft sind es Menschen, bei denen wir nie wissen, wann sie mal launisch sind und wann nicht, es sind Erwachsene, bei denen man dankbar ist, wenn sie normal sind und nicht launisch.
Mit solchen Menschen zusammenleben zu müssen, ist schrecklich, weil man nie weiß, was gerade in ihnen vorgeht und man vollkommen von ihren Launen abhängig ist. Meist sind es Menschen, die mit traumatischen Kindheitserlebnissen nicht klar kommen und fest in deren Hand sind.
White Eagle schreibt:
Lasst uns die Liebe analysieren ... wenn wir das können. Wenn man Sentimentalität mit Liebe verwechselt, erschafft man ein Problem, denn Sentimentalität hat ihren Platz, und es ist nicht leicht, sie von Liebe zu trennen. Aber wie es mit allen Tugenden der Fall ist, im Übermaß verliert die Liebe all ihre Kraft. Sie wird zum Hindernis, und es kann geschehen, dass sie den Menschen auf einen falschen Weg lenkt: Er bedeckt seine eigenen Schwächen und Fehler mit dem Mantel der Liebe und für die wirklichen Bedürfnisse seines Bruders oder seiner Schwester - ich ergänze: für die seines inneren Kindes - wird er blind.
Vielleicht ist Folgendes eine der wichtigsten Aussagen, die wir zu machen haben: dass unangebrachte Liebe oder Sentimentalität dich für deinen wirklichen Dienst an deinem Bruder, an deiner Schwester blind machen kann - ich ergänze: für die wirklichen Bedürfnisse des inneren Kindes -. Sie wird bewirken, dass Du nicht weise gibst, dass du nicht nur indirekt dir nachgibst, sondern auch den anderen freien Lauf lässt.
Wir wollen das mit dem Beispiel der hingebungsvollen Mutter verdeutlichen, die dem Kind alles gibt, was es fordert. In dem Glauben, dass dies Liebe ist, gibt die Mutter nicht nur das, wessen das Kind bedarf, sondern sie gibt ihm alles, materiell, mental und spirituell, und macht sich dabei blind für das Bedürfnis des Kindes nach Selbstentfaltung. Was ist die Folge? Statt ihrem Kind Gelegenheit zu geben zu wachsen und glücklich zu sein - ich ergänze in Bezug auf das innere Kind: heil zu werden und glücklich zu sein - beraubt die Mutter es jeder Möglickkeit des Selbstausdruckes und der Entwicklung - ich ergänze in Bezug auf unser inneres Kind: Wir kennen seine Möglichkeiten des Selbstausdruckes und seiner Entwicklungsmöglichkeiten nicht -. Die weise Mutter dagegen enthält sich auf jeder Ebene eines zu üppigen Aufwands.
Bedeutet das, dass die Mutter kalt und gleichgültig werden sollte? Nein. Es bedeutet, dass die Mutter ihr Kind auf solche Art und Weise liebt, dass sie klar sein Bedürfnis nach Erfahrung sieht, dass es lernen muss, seine eigenen Entscheidungen zu treffen. Die Mutter und der Vater, wenn sie in Verstand und Herz übereinstimmen (und wir hoffen wirklich, dass dies der Fall ist) müssen gemeinsam nicht nur das körperliche Wachstum ihres Kindes, sondern auch das mentale überwachen; sie müssen sorgfältig auf die Spiele achten, die es spielt, auf die Bücher, die das Kind gerne liest und ganz besonders darauf, was das Kind über seine Umgebung denkt. - Anmerkung: Unsere Bücher, unsere Freizeitbeschäftigung, unsere Spiele: klar dürfen sie aus den Wünschen unseres inneren Kindes heraus kommen; aber nicht jedem Spiel, nicht jeder Beschäftigung, die das innere Kind lanciert, müssen wir nachkommen, da ist auch Vorsicht geboten -.
Wir beklagen die Tendenz der Schule, das arme Gehirn solange mit Tatsachenwissen vollzustopfen, bis es voll und verdummt ist. Wir möchten lieber das Kind ermutigen, im Geiste zu wachsen, sich wie eine Blume den geistigen Kräften zu öffnen. Nochmals wiederholen wir: Das Ziel des Lebens ist Wachstum, und im gegenwärtigen Zeitalter ist das Wachstum des Geistes im Kind besonders notwendig.
So weit das Zitat und zum Abschluss der Hinweis, dass wir bald wieder in die Jahreszeit der Ankunft des Göttlichen Kindes eintreten, in der die Energie zur Heilung unseres inneren Kindes besonders hoch ist.
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